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Eurasier sind ein echter Hingucker . . . und als Welpen ganz besonders. Einmal wurden wir gefragt, ob wir das kleine Plüschbärchen im Spielzeugladen gekauft hätten ;)
Inaaro und Kimba vom Leinetal

Zu Hause

Eingewöhnung

In jenem Juni war das Wetter auf unserer Seite, die Terrassentür konnte tagsüber immer offen stehen, und unser Leben fand überwiegend draußen statt. Wir hatten von der Züchterin nicht nur ein ganzes Paket als Erstlingsausstattung (Futter, Halsband und Leine, Spielzeug, Dokumente und Foto-CDs usw) mitbekommen, sondern auch einen annähernd stubenreinen Welpen. Inaaro ist von ganz alleine hinaus gegangen, wenn es nötig war. Auch die erste Nacht im neuen Zuhause verlief problemlos, kein Weinen oder Heulen nach der Mama, den Geschwistern und der gewohnten Umgebung. Er schlief seelenruhig vor meinem Bett und machte sich nur bemerkbar, als er mal musste.

Spielzeit

Den gewohnten Abenteuerspielplatz konnten wir ihm zwar nicht bieten, aber seinen Spaß sollte er bei uns im Garten natürlich haben. Wir hatten ein Spielhaus mit 200 bunten Plastikbällen, Tunnel und einiges an aufgehängtem Spielzeug für ihn. Inaaro genoss das sichtlich und tobte ordentlich herum. An Gartenarbeit war überhaupt nicht zu denken - wir verbrachten Stunden damit, unseren Kleinen zu beobachten und mit ihm zu spielen. Die Nachbarn richteten sich regelmäig am Fenster häuslich ein und hatten ihre Freude am “Welpenkino”. Zum Glück braucht so ein Zwerg immer wieder Ruhepausen die wir nutzten, um im Schnellgang die Hausarbeit zu erledigen. Die Welpenzeit ist so schnell vorüber, wir wollten jeden Augenblick davon genießen.

Die Umgebung

Inaaro hatte sein eigenes Tempo bei der Erkundung seines neuen Umfeldes. Erst als er sich den hinteren Garten bis zum letzten Grashalm vertraut gemacht hatte, ging er auch mit uns in den Vorgarten. Wir respektierten seine Vorgehensweise und boten ihm die Welt außerhalb des Gartenzauns erst an, als wir sahen, dass er bereit war. Ängstlichkeit zeigte er dabei nicht, es schien uns eher, als wollte er erst alle Eindrücke gründlich verarbeiten, ehe er für die nächsten bereit war. Unsere Spaziergänge mit ihm waren von Anfang an ein reines Vergnügen, die Leinenführigkeit war ihm anscheinend angeboren, so brav ging er an unserer Seite. Wir zeigten ihm den Ort, den Deich, den Strand und die Ostsee. Wasserscheu war er nicht, ohne zu zögern erkundete er das Spiel der flachen Wellen, Muscheln, Seetang und leere Krebspanzer. Im Sommer verbringen zahlreiche Gäste ihren Urlaub hier, auf dem Deich waren also immer viele Spaziergänger unterwegs. Für unsere Runden mit Inaaro bedeutete dies: Wir brauchten für einen Weg von etwa 300 Metern fast eine dreiviertel Stunde - es war einfach jeder an dem kleinen Plüschbaby interessiert und wir wurden mit unzähligen Fragen bombardiert, die wir natürlich auch gerne beantworteten. Gestreichelt werden wollte Inaaro von Fremden nicht, musste er auch nicht!

Der Alltag

Froh waren wir , dass Inaaro das “Kaputtmacher-Gen” fehlte, bei all seinem kindlichen Übermut blieb sämtlicher Hausrat unversehrt - dafür klaute er wie ein Rabe. Kurz den Handfeger zur Seite gelegt, weg war er. Staubtuch, Geschirrhandtuch, alles Mögliche schleppte er weg - wieselflink und immer ab nach draußen auf den Rasen. Seine Vorliebe galt leider unserer Schmutzwäsche, die er sich, wie auch immer (?), aus dem Sammelbehälter angelte. Damit dekorierte er (oftmals unbemerkt) unseren Garten, und unsere Nachbarn erhielten mehr Einblick ins ganz Private, als uns lieb war ;) Voll in seinem Element war Inaaro, als wir den Maler im Hause hatten. Wann immer Quast, Pinsel, Wischlappen oder Zollstock aus der Hand gelegt wurden, büxte Ini damit aus. Böse sein konnte man ihm natürlich nicht, wir amüsierten uns köstlich über seine Streiche.